L'Illustration, No. 3246, 13 Mai 1905 by Various

(5 User reviews)   1023
By Jason Bauer Posted on Jan 12, 2026
In Category - Satire
Various Various
French
Okay, so I just got my hands on this time capsule from 1905, and it's wild. It's not a novel—it's a weekly magazine from Paris called 'L'Illustration.' Think of it as the internet of 1905. You flip through pages filled with everything: photos of a new car race, political cartoons about the Russo-Japanese War, fashion plates, and a serialized story about a detective. The main 'conflict' is the whole world changing at that exact moment. You're seeing history happen in real-time, through the eyes of people who had no idea what the 20th century would really bring. It's a fascinating, beautiful, and sometimes unsettling look backward.
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reizend, daß es nothwendig Nachahmungs Begierde verursachen muß. Ich bin so eitel oder so dreist, zu bekennen, daß ich seit geraumer Zeit einen heftigen Trieb in mir empfunden, diesen erwehnten Vorgängern zu folgen. Ich habe aber denselben bisher nur durch einem blossen Wunsch stillen, oder vielmehr unterhalten und verstärcken können. Und jetzo wage ichs in diesen Blättern, meiner Begierde den Ausbruch zu verstatten. Ich kan nicht läugnen, daß ichs mit einiger Bangigkeit thue. Der Geschmack unserer deutschen Kunstrichter ist schon so zart und edel, daß ich zu sehr mit meiner eigenen Arbeit zufrieden seyn müste, wenn ich diese Bogen, ohne alle Furchtsamkeit, ans Licht treten liesse. Ich unterstütze mich, durch das Vertrauen auf die Gütigkeit meiner +Geehrtesten Leser+, daß sie wenigstens meinen guten Willen nicht mißbilligen werden, wenn auch meine Kräfte zu matt gewesen seyn solten, eine Arbeit zu liefern, die des Beyfalls der Kunstrichter völlig werth wäre. Ich habe verschiedene Gründe gehabt, warum ich eben von Schertzen meine Gedancken habe drucken lassen. Ich stehe in der Meinung, daß der verdorbene und pöbelhafte Geschmack am häuffigsten noch in den Schertzen herrsche. Man mag nun die Schertze verstehen, die in dem täglichen Umgange vorkommen; oder diejenigen, die unter den Vortrag, es sey derselbe ein mündlicher oder schriftlicher, gemengt werden; oder diejenigen Spasse, die auf der Schaubühne vorgetragen werden. Ich glaube, daß der gantze vernünftige Theil meiner Landesleute überzeugt ist, daß es zu wünschen wäre, daß die Deutschen, auch im spassen, den feinen Geschmack herrschen liessen. Und ich kan mich nicht besinnen, daß eine ausführliche Abhandlung der Schertze in unserer Muttersprache schon vorhanden wäre. Das letzte kan ein Irrthum seyn, und so ists eine Unwissenheits-Sünde, die mir also um so viel eher vergeben werden wird. Dazu kömmt noch, daß eine jede andere Materie, die in das Reich des Geschmacks gehört, und die ich hätte ausführen können, mir jetzo entweder zu schwer oder zu weitläuftig gewesen, und ich halte es für eine vernünftige Maxime eines Schriftstellers, wenn er eine Materie erwehlt, durch die er sich völlig ausdehnen kan. Ich habe hin und wieder, in diesen Blättern, meine Betrachtungen, eine Critik der Schertze, genennt. Ich weiß nicht, ob alle meine +Leser+ diese Benennung werden genehm halten. Sie haben vielleicht einen andern Begriff von der Critik, als ich mir gemacht habe, und ich kan mich zwar in diesem engen Raume einer Vorrede, nicht weitläuftig in die Untersuchung des Begriffs der Critik einlassen, doch fodert die Rechtfertigung meines Gebrauchs dieses Worts, daß ich meine Begriffe von der Critik überhaupt mit wenigen vortrage. Die Critik, im allerweitesten Umfange, ist die Wissenschaft von den Vollkommenheiten und Unvollkommenheiten zu urtheilen. Sie erstreckt sich über alle mögliche Dinge, und alle Vollkommenheiten und Unvollkommenheiten derselben. Diese Critik theilt sich in zwey Hauptäste. Der erste ist die Kunst, den Geschmack zu bilden, und lehrt von den Vollkommenheiten und Unvollkommenheiten, auf eine sinnliche Art, urtheilen. Diese Kunst erstreckt sich über alle sinnliche Vorstellungen, aller Vollkommenheiten und Unvollkommenheiten, aller Dinge. Sie fängt von den Heldengedichten an und geht bis auf die Haarlocken der Stutzer, und Schminckpflästerchen auf den Wangen der Schönen herunter. In hunderttausend Dingen, von dieser Art, kan ein edler und pöbelhafter, ein feiner und grober, ein reiner und verdorbener Geschmack herschen, und man darf sich also nicht wundern, daß diese Kunst ihre Grenzen so weit ausdehnt. Der andere Haupttheil der Critik, lehrt die Vollkommenheiten und Unvollkommenheiten aus deutlichen Begriffen beurtheilen, und bekommt so viele besondere Theile, als es Arten der Vollkommenheiten und Unvollkommenheiten gibt. Andere schrencken den Begriff der Critik enger ein, und verstehen darunter, die Wissenschaft historische und vermischte Schriften zu beurtheilen. Im engsten Verstande versteht man darunter die Wissenschaft, die...

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This isn't a book in the traditional sense. 'L'Illustration' was France's premier weekly news magazine, and this issue from May 13, 1905, is a snapshot of a world in motion. The pages are a mix of detailed photogravure prints, illustrations, and articles covering everything from global politics to local Parisian life.

The Story

There's no single plot. Instead, you get a dozen stories at once. One spread analyzes the ongoing Russo-Japanese War with maps and diagrams. Another section breathlessly covers the new Gordon Bennett Cup auto race. There are society pages, theater reviews, and even a chapter of a popular fiction serial. The 'story' is the dawn of the modern age—you see the tension between old-world elegance and startling new technology, all presented as current events.

Why You Should Read It

I loved the strange intimacy of it. You're reading the same words and seeing the same images as a Parisian reader over a century ago. The ads are hilarious and telling (tonics for 'weak blood,' the latest hats). The political commentary feels immediate, not like a history lesson. It makes you realize how much news has changed, and how much it hasn't. The artwork alone is worth it—these are stunning, hand-crafted illustrations meant to inform and dazzle.

Final Verdict

Perfect for history lovers who want to get out of the history books and into the headlines of the past. It's also great for artists, graphic designers, or anyone curious about daily life in the Belle Époque. Don't expect a linear narrative. Instead, pour a coffee, open it up, and just wander. It's a captivating, page-by-page adventure into another time.



🏛️ Usage Rights

There are no legal restrictions on this material. Knowledge should be free and accessible.

Donna Ramirez
2 months ago

Initially overlooked, this book the pacing is just right, keeping you engaged from start to finish. This deserves far more attention.

William Lopez
1 month ago

I needed a solid reference and the writing remains eengaging even during complex sections. I would gladly recommend this to others.

Ashley Scott
3 months ago

I’ve been searching for content like this and the atmosphere created by the descriptive language is totally immersive. Absolutely essential reading.

Nancy Carter
1 month ago

Honestly, the organization of topics is intuitive and reader-friendly. This felt rewarding to read.

Anthony Carter
1 month ago

I had low expectations initially, however the clarity of the writing makes this accessible to a wide audience. Absolutely essential reading.

5
5 out of 5 (5 User reviews )

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