Landesverein Sächsischer Heimatschutz — Mitteilungen Band XV, Heft 11–12…

(5 User reviews)   627
By Jason Bauer Posted on Jan 12, 2026
In Category - Classic Humor
German
Okay, hear me out. I know a book called 'Landesverein Sächsischer Heimatschutz — Mitteilungen Band XV, Heft 11–12…' sounds like the most niche, dusty thing ever. But that's the point! It's a total time capsule. It's not a story with characters; it's a collection of reports and articles from a 1920s German heritage society. The 'mystery' is figuring out what people were worried about, proud of, and trying to save nearly a century ago. It's like finding a stranger's diary, but instead of personal drama, it's all about local monuments, folklore, and a changing world. If you've ever wondered what history looks like from the ground up, this is it.
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Manchesters herauszukommen. Aber glücklicherweise ist dem nicht so. Schon hinter Neumittelwittgensdorf strecken sich nach allen Richtungen wieder gesegnete Breiten von Äckern aus, die der Sense des Schnitters entgegenwogen. In Burgstädt stellen sich zwar die Fabrikschlote, Geschäftshäuser und die langen Zeilen der Arbeiterwohnungen noch einmal in Reih und Glied zum Kampf gegen die agrarischen Gewalten, aber sie können den Sieg nicht behaupten. Denn weiterhin gewinnt das ländliche Element unumstritten wieder die Oberhand, und wenn auch die Wasser der Mulde, die wir hinter Cossen kreuzen, mit ihrer dunklen Farbe noch von der Knechtschaft reden, die sie bis dahin erduldet haben, so sind doch die Zuchtmeister des geschändeten Flusses selbst nicht mehr sichtbar: in ihren natürlichen Verhältnissen liegen die fruchtbringenden Täler da, und aus den Wiesengründen heben sich die grünen Baumgewölbe der den Bach begleitenden Erlen, Pappeln und Linden empor bis zu den beherrschenden Höhen, die dunkelgrüne Nadelwälder umsäumen. Der starke und bis heute erfolgreiche Widerstand, den das zwischen den beiden Großstädten liegende zentrale Gebiet der neuzeitlichen Industrialisierung entgegensetzt, wurzelt in dem noch unzerstörten Erbe der deutschen Kolonisationszeit, in der lehnsmännische, kirchliche und bäuerliche Kulturschöpfungen wie ein engmaschiges, festverknotetes Netz dieses Gebiet überzogen haben. Drum scharen sich noch heute echte deutsche Bauerndörfer hier um eine ragende Burg, dort um die Ruine eines Klosters, dort um eine altertümliche Kirche, deren Glöcklein jeden Morgen und jeden Abend für die Einheimischen wie für den Wandersmann über die grünen Auen siegesgewiß ruft: »Wir sind noch da, wir leben noch und hoffen noch manches Jahrhundert zu leben«. Und so geht es weithin nach Norden fort, bis die Randzone der Leipziger Pflege den grünen Scharen der Ländlichkeit neue Kämpferhorden des Gewerbfleißes siegreich entgegenwirft … Wir wollen heute nicht bis zu dieser Linie vordringen, sondern im Herzen des ländlichen Bezirks bleiben, um einen wichtigen Stützpunkt der alten Kultur- und Lebensweise in aller Muße zu betrachten und dem zu lauschen, was er uns Spätgebornen zu erzählen hat. [Illustration: Abb. 1. =Burg Gnandstein vom Kohrener Wege aus. Bergfried und Schildmauer=] In Narsdorf verlassen wir die Bahn. Zwei stämmige Rappen ziehen uns durch eine reichgegliederte Kulturlandschaft alten Stils. Zur Linken winkt aus sattgrünen Wipfeln das trauliche Sahlis, einst die Arbeitsstätte des Dichters Börries von Münchhausen, der jetzt im Schlosse Windischleuba nahe bei Altenburg wohnt, rechts die heroische Linie der beiden dohlenumflatterten Bergfriede von Kohren mit der stimmungsvollen Kirche und zu ihren Füßen das idyllische Städtchen, in dem der Ackerbürger noch immer den vorherrschenden Stand bildet. Ein steilerer Anstieg des Sträßchens verkündet die Nähe der uralten Burg _Gnandstein_ (Abb. 1), und bald grüßt uns der zinnengekrönte Turm des Schlosses und unten auf smaragdener Wiese die behagliche Rinderherde des Gutshofes. Wir durchfahren den Zwinger, vor dem zweiten Tore (Abb. 2) steigen wir aus dem Wagen. Der Schloßherr, Kammerherr von Einsiedel, begrüßt und geleitet uns in die uns zugedachten Zimmer. Ich hause in zwei traulichen Räumen des älteren Torhauses. Aus jedem der sechs Fenster schaue ich auf ein anderes Landschaftsbild, aber überall herrscht das Grün alter Baumwipfel. Eine weiße Tür führt in eine Nische, in der man die gewaltige Mauerstärke messen kann, und selbst das einscheibige Fensterlein der Nische, eine ehemalige Schießscharte, lenkt den Blick an der Talseite des Schlosses vorbei und vorbei an den weißen Giebeln des tief unter mir ruhenden Dorfes hinüber zu der 1518 vollendeten gotischen Kirche (auf der anderen Seite des Tals), in der die lange Reihe der auf Gnandstein gesessenen Einsiedel schlummert. Aus meinem Vorzimmer führt der Wehrgang auf einer schwanken Bohle, die nur lose auf den mächtigen Balken liegt, hinüber in die gotischen Teile der Burg (Abb. 3), durch das Fenster des Vorraums aber blicke ich empor zum gekoppelten romanischen...

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Let's be clear: this isn't a novel. 'Landesverein Sächsischer Heimatschutz — Mitteilungen Band XV, Heft 11–12…' is exactly what the title says—two issues of a newsletter from a Saxony heritage protection group, published sometime in the 1920s. There's no single author; it's a chorus of voices from historians, architects, and local enthusiasts.

The Story

There's no plot, but there is a powerful narrative. Page by page, you see what mattered to people in that specific time and place. One article might argue passionately for saving a crumbling medieval chapel from a new road. Another documents disappearing folk songs or traditional crafts. There are reports on fundraising, lists of protected buildings, and debates about what 'heritage' really means. The 'story' is the quiet, persistent effort to hold onto a sense of place in a modernizing world.

Why You Should Read It

I found this absolutely fascinating because it makes history feel immediate. You're not reading a polished analysis written decades later. You're in the room with people having the meeting, worrying about the budget, and fighting for their local landscape. It’s raw history. The passion in these dry administrative reports is real. It makes you look at your own surroundings differently. What are we trying to save today? What will someone find in our records 100 years from now and think, 'Ah, so that's what they cared about'?

Final Verdict

This is not for everyone. If you need a fast-paced plot, look elsewhere. But if you're a history buff, a local history nerd, a genealogist, or just someone curious about the everyday texture of the past, this is a treasure. It's perfect for readers who love primary sources, archives, and seeing history unfold in real time, without the filter of hindsight. Think of it as the most detailed, authentic historical fiction setting you could ever find, except it's all real.



🔖 Copyright Free

This book is widely considered to be in the public domain. Thank you for supporting open literature.

Melissa Williams
5 months ago

Out of sheer curiosity, it serves as a poignant reminder of the human condition. I’d rate this higher if I could.

Andrew Smith
4 months ago

I discovered this unexpectedly and it manages to explain difficult concepts in plain English. I have no regrets downloading this.

Kimberly Clark
3 months ago

Having explored similar works, the diagrams and footnotes included in this version are very helpful. Don't hesitate to download this.

Edward King
4 months ago

This immediately felt different because the content flows smoothly from one chapter to the next. This book will stay with me for a long time.

Mark Campbell
5 months ago

During my studies, I found that the attention to historical detail adds a layer of realism that is rare. It exceeded all my expectations.

4.5
4.5 out of 5 (5 User reviews )

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