Eine Stunde hinter Mitternacht by Hermann Hesse

(4 User reviews)   752
By Jason Bauer Posted on Jan 12, 2026
In Category - Comedy Writing
Hesse, Hermann, 1877-1962 Hesse, Hermann, 1877-1962
German
If you've ever felt completely lost in your twenties, like the world expects you to have it all figured out but you're just fumbling in the dark, this book is your companion. It's Hermann Hesse's very first published work, a collection of prose poems and sketches that feels like a raw, unpolished diary entry from a young soul. Forget plot twists—the real mystery here is how Hesse captures that specific ache of being young, sensitive, and painfully aware of beauty and loneliness at the same time. It's a quiet, moody whisper of a book that asks: what do you do with all the big feelings when the rest of the world is asleep?
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Book Preview

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gestreift. Nun lachten sie hell und gross mich aus dem glatten Spiegel an. Und nun tranken sie den lange entbehrten Anblick der weissen Steine, der bräunlichen Erde, der Gräser und Gebüsche. Ich sah die Luft um die Gebüsche wie einen feinen, weisslichen Rand, denn ich war lange der Luft entwöhnt, welche über Erde und Grünem ist. Meine Nüstern sogen mit scheuer Lust den vollen, zärtlichen Duft der Wiese und des nackten Bodens, und mein Fuss trat stark und schonend zugleich auf das köstliche Gut des festen Erdreiches. Ein Wind kam lässig vom Lande zu mir geflogen. Er trug einen Geruch von Waldkraut und einen leisen Duft aus entfernten Gärten. Da reckte ich in süsser Wonne ihm beide Arme weit entgegen und fühlte mit Lust seinen weichen Hauch meinen Fingern und Händen entlang und an meinen Schläfen hin gleiten, die der schneidenden Seewinde gewohnt waren. Ich zog mein graues Boot auf den Sand und strich mit der Rechten über die harte Wölbung des Bordes, die von meinen klammernden Händen geglättet war. Darauf wandelte ich landeinwärts bis zu dem hohen Gebüsche, das dicht und ringförmig wie eine Mauer stand und sich weiter erstreckte, als meine Blicke reichten. Ich ging der grünen Hecke entlang und freute mich des warmen, bläulichen Schattens, der von grüngoldenen Lichtern durchwirkt war. Mein Gang führte über eine Wiese mit weichen Gräsern, welche allmählich höher wurden und mit seidenen Blüten meine Kniee berührten. Die grasige Fläche lag im hellen Sonnenlicht, nur der Rand, den ich entlang schritt, war von den hohen Büschen mit einem gleichmässigen Schattenbande gesäumt. Indem ich weiter schritt und eine linde Müdigkeit meine Kniee leicht befing, that sich zu meiner Linken ein schmaler Eingang, einem Thore ähnlich, in die Gebüsche auf. Ich erblickte ein grünes Dunkel, von einem Muschelpfad durchschnitten, und im Hintergrunde ragende Baumkronen. Der Eingang aber war durch eine künstlich gewundene Blumenkette verboten. Ich stand eine Weile, und meine Augen badeten sich in dem zarten Dämmer und erfreuten sich an der Stufenfolge sanfter Farben. Denn von der lichtgrünen Hecke bis zu den halbsichtbaren Geheimnissen des innersten Haines zerfloss das Grün in tausend Schatten; das Auge folgte begierig dem mählich vertieften Dunkel bis zu den entferntesten, braunen Waldfarben und kehrte mit neuer Lust zu dem gelblichen Licht der besonnten Wiese zurück. Ich löste die Blumenkette in fröhlichem Übermut von den rundköpfigen Pfeilern, dass der Eingang offen lag, und schlang das rot und weisse Gewinde um Hals und Hüften, so dass ich wie zu einem Sommerfeste geziert war. Darauf ging ich behutsamen Schrittes dem halben Dunkel entgegen. Ich fand ein genaues Kreisrund aus dem Dickicht geschnitten, mit dichten Wänden von jungen Stämmen und Büschen, und auch der schmale Pfad war künstlich durch das wilde Gehölz gehauen. Durch die Wipfel überhängender Bäume sank ein braun und grünes Licht. In dem runden Aushau war die Erde mit hellem Sande bestreut, und zwei schmale, halbrunde Sitzbänke aus Marmor standen einander gegenüber. Eine tiefe Waldstille lag darauf. Ich wandte mich und folgte dem Pfad, der in die Tiefe des Haines führte. Mein Haupt ward von dem ungewöhnten Dufte schwer und ich hörte das Klingen meines raschen Blutes. Als ich einige Zeit gegangen war, wuchs die Schwere meiner Kniee, und ich ersehnte einen Ort zu ruhen. Indem bog sich mein Weg und wurde breiter, und die auf beiden Seiten schnell zurücktretenden Waldwände gönnten den Anblick eines lichten Raumes, welcher sich weit ausdehnte und wie ein Garten anzusehen war. Viele breite und schmale Wege, oft von Gebüsch gesäumt, schlangen sich um Rasenflächen und um Beete, in welchen Rosen und andere vielfarbige Blumen in Pracht und Fülle wohlgepflegt und ohne braune Blätter standen....

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The Story

Don't go into this one looking for a traditional story. Eine Stunde hinter Mitternacht (An Hour After Midnight) is more like a series of dreams and moods. Through poetic fragments and short scenes, we follow a young artist's inner world. He wanders through moonlit gardens, feels the melancholy of old paintings, and wrestles with intense loneliness. It's less about what happens to him and more about how he feels about everything—art, nature, memory, and his own place in it all.

Why You Should Read It

This is Hesse before he became the sage of Siddhartha or Steppenwolf. Here, he's the struggling young artist, and that's what makes it so special. The writing is lush and sometimes over-the-top, but it's honestly beautiful. You can feel him trying to pour his entire soul onto the page. Reading it is like finding a secret, messy sketchbook full of potential. If you've ever felt things too deeply or found solace in the quiet of night, these pages will feel like a friend who gets it.

Final Verdict

Perfect for Hesse completists who want to see where he started, or for any young person (or anyone who remembers being young) navigating that stormy sea of early adulthood. It's not a book you race through; it's one you sip slowly, maybe with a cup of tea late at night. If you love poetic, introspective writing that prioritizes feeling over action, this forgotten little gem is waiting for you.



✅ License Information

This historical work is free of copyright protections. It is now common property for all to enjoy.

Thomas Harris
5 months ago

From a technical perspective, the explanations feel carefully crafted rather than rushed. I'm sending the link to all my friends.

Joseph Thompson
1 month ago

After completing the first chapter, the content encourages further exploration of the subject. A true masterpiece of its kind.

Jessica Campbell
5 months ago

Having read this twice, the material feels polished and professionally edited. It is definitely a 5-star read from me.

Sarah Flores
1 month ago

From the very first page, the storytelling feels authentic and emotionally grounded. Worth every second of your time.

4
4 out of 5 (4 User reviews )

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